bitte bitte!

dafür kann der karneval wohl nix: gleich danach war ich eine woche krank. ein virus. mit laufender nase und so. da ich papa damit schlecht auf die tastatur tropfen kann, war hier erstmal pause mit dem tagebuch. dann war ich eine woche gesund und fröhlich aber ohne lust, hier was reinzuschreiben. dazu gab es viel zu viel zu erzählen. und ich meine wirklich: erzählen. meine eltern sagen allerdings plappern dazu wenn ich nicht nur vom käse etwas kund tue. mama und papa arbeiten schon an einer liste der worte, die ich so von mir gebe. hier schon mal ein ungefährer auszug:
popa (opa), noma (oma), bitte bitte (einfach unschlagbar mit der richtigen mimik), bitte-bitte-bitte-bitte-bitte (im ernstfall!), böschien (brötchen), üschi (schlüssel, kann wahlweise auch muschel heißen), paul, almpl (ampel), bagga (bagger), alloh (hallo) und viele andere mehr…
am allerwichtigsten unter den worterrungenschaften aber: NEIN.
helau!
war mit mama beim großen festumzug. seltsam, was die leute da so treiben: hängen sich lange papiere um den hals, schmeißen mit bonbons statt sie zu essen, halten schirme verkehrt herum, sprechen so komisch lallend, hören seltsame musik und tragen mützen, für die ich meine eltern verklagen würde, hätten sie mir eine solche aufgesetzt. und dann wimmelt es nur so von löwen, katzen, eisbären und anderen tieren. als hätte jemand im zoo die türen aufgelassen. wie gesagt: ich kanns gar nicht verstehen. verstehe immer nur helau. rufen die leute immer von den autos herunter. ich bin froh, gerade mal hallo sagen zu können – jetzt soll ich schon wieder eine neue begrüßung lernen?!

